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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Abschlussfahrt/Klasse 9a

Am Dienstag, den 10.2.15, ging es endlich los zur Abschlussfahrt der Klasse 9a. Früher als die Schule beginnt, mussten sich die Schüler, Eltern und Lehrer (Rektor Herr Ley und Klassenlehrerin Frau Götschel-Bauer) zum Bahnhof in Zapfendorf bemühen. Nach schneller Verabschiedung von den Eltern wurden die Koffergrößen in Augenschein genommen und debattiert, wer noch Tragekapazitäten hat. In Lichtenfels konnten alle dann nach einer halben Stunde in den ICE nach Berlin einsteigen. Die 4 Stunden nach Berlin wurden dank W-LAN und funktionierender Flatrates mühelos überbrückt. In Berlin fing dann der Stress so richtig an, denn wir hatten ein strammes Programm zu absolvieren.

Zunächst mussten wir mit unserem Gepäck vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn zum Alexanderplatz, von dort in die U-Bahn zu unserem Hotel am Sennefelder Platz. So war der Plan…. Der musste etwas geändert werden, weil unsere Schüler „des Gwärch“ in der großen Stadt nicht gewöhnt sind und zum Beispiel Rucksäcke in der S-Bahn liegen ließen oder Rolltreppen und Fahrstühle nahmen, die nicht zu der richtigen U-Bahn führten. Trotzdem schafften wir es schließlich im richtigen Hotel anzukommen. Nach kurzem Aufenthalt ging es schon wieder los zu einer Videobustour durch Berlin, die uns schon die Highlights der Stadt, wie das Brandenburger Tor oder die East Side Gallery (Mauerreste), präsentierte und uns auch einen Einblick gab, wie es vor 25 Jahren dort ausgesehen hat.

Am nächsten Tag erwartete uns eine Führung durch den Bundesrat und ein Planspiel dazu. Jeder Schüler vertrat ein Bundesland und musste Stellung zum Thema „Führerschein mit 16 Jahren?“ beziehen. Nachmittags folgte eine Fußführung durch Berlin-Mitte. Am Abend konnten wir dank der großzügigen Spenden der beiden Elternbeiräte Breitengüßbach und Zapfendorf eine Vorstellung im Improvisationstheater „Gorillas“ in Kreuzberg besuchen, bei dem „Eiersalat“ eine tragende Rolle spielte.

Am Donnerstag schleppten wir uns morgens unausgeschlafen zum Bundestag mit Besichtigung der Reichstagskuppel. Da es ein wunderschöner Tag mit Sonnenschein war, konnten wir über den Park Tiergarten direkt zum Ku’damm laufen.

Denn dort durften wir im größten Kinosaal Europas anlässlich der gerade stattfindenden Berlinale den Jugendfilm „The beat beneath my feet“ anschauen. Dass der putzige Hauptdarsteller mitsamt dem Produzenten und dem Regisseur zum Schluss noch auf die Bühne kam, war sicherlich eine schöne Erinnerung für die weiblichen Mitfahrer. Aber die Jungs durften dafür als Ausgleich am Abend in der Disco „Matrix“, bekannt aus der Serie „Berlin- Tag und Nacht“, abtanzen und fremde Mädels anbaggern.

Auch der Freitag war von politischer Bildung geprägt, denn zunächst erwartete uns eine Führung durch das Bundespräsidialamt und das Schloss Bellevue. Nachdem wir übermüdet und informationserschlagen jede Sitzgelegenheit, die normalerweise von hochrangigen Staatshäuptern genutzt werden, ausprobiert hatten, ging es endlich mit dem Bus zum Alexanderplatz.

Dort konnte das Wichtigste, was man in Berlin erledigen kann, endlich ausgeführt werden. Shoppen bis der Arzt, äh der Herr Ley kommt im Billigtempel „Primark“. Vollbepackt musste vor allem die Weiblichkeit aus dem Laden gezogen werden, denn wir besuchten noch eine Veranstaltung in der Zentrale für politische Bildung. In offener Runde diskutierten wir über aktuelle politische Themen (Syrien, Ukraine, Pegida) und die Jungs leisteten sehr gute Beiträge, während die Mädels sich noch über ihre Einkäufe freuten. Doch wer hätte es gedacht. Am letzten Abend, nach einem ausgiebigen gemeinsamen Pizzeriabesuch, erfasste es auch die Jungs. Auf dem nochmaligen Weg zum Fernsehturm am Alex wurde abermals um den Titel „Shopping-King und –Queen von Zapfendorf“ konkurriert. Zum Glück konnte man die Taschen unten im Turm abgeben und so die Aussicht über Berlin bei Nacht genießen.

Müde, aber glücklich und nun gut über die Gesetzgebung Bescheid wissend, traten wir am Samstagvormittag die Heimfahrt an. Das Glück wurde nur noch gekrönt von der Zeugnisverteilung zum Abschluss in der Schule. Als Fazit bleibt: „Berlin ist immer eine Reise wert – aber Zapfendorf und Breitengüßbach sind auch schön“.

 

 

 

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